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Zu Fuß, mit dem Rad und dem Kanu durch den
Müritz Nationalpark im Frühjahr:
eine Naturkundliche Reise mit vielen Vogelbeobachtungen.
Reiseablauf:
.1. Tag: Anreise nach Waren
Im Laufe des Tages erwarten wir Sie in der Pension Fledermaus, inmitten der mecklenburgischen Seenplatte. Die Pension liegt unmittelbar im Müritz-Nationalpark. Die ehemalige Lehrstätte für Naturschutz hat einfache aber solide Unterkünfte. Von der Terrasse des Hauses blickt man auf eine weite Wiesen- und Waldlandschaft. Nach dem gemeinsamen Abendessen und der Tourenbesprechung, unternehmen wir eine Abendwanderung in den Nationalpark. Wir erkunden die Verlandungsmoore am Wienpietschsee und machen einen Abstecher zur nahe gelegenen Müritz.
2. Tag:
Auf dieser Tour widmen wir uns ganz der Müritz und dem gleichnamigen Nationalpark. Wir wandern am Rande des Ostufers der Müritz entlang und lernen seine reichhaltige Naturausstattung kennen. Die Gesänge von Teichrohrsänger und Rohrschwirl sind in der Stille der Moorlandschaft ebenso zu hören, wie die Rufe des Kranichs und der Rohrdommel. Der Janker See gilt als Brutplatz der Kolbenente, im Umfeld wird regelmäßig die Sperbergrasmücke festgestellt. Am Alten Müritzhof, werden wir den Geburtsort des Naturschutzes der Nachkriegsjahre in Ostdeutschland kennen lernen. Heute leben und arbeiten in den Gebäuden der ehemaligen Lehrstätte Mitarbeiter der Lebenshilfe. Sie kümmern sich um den Erhalt der Artenvielfalt auf den umliegenden Grünlandflächen.
3. Tag:
Weite, von Schlehenbüschen gesäumte Felder, kleine Wäldchen und die typischen Sölle prägen die sanfthüglige Landschaft nördlich von Waren. Auf dieser Radtour sind nicht nur Schafstelze, Sprosser und Grauammer zu entdecken. Entlang alleengesäumter Wege liegen zahlreiche imposante Gutshäuser und Schlösser, so z.B. das Tudorschloß Varchentin mit seinem Landschaftspark oder das traumhaft am See gelegene Schloss in Torgelow.
4. Tag:
Das Stuersche und das Rogeezer Seebecken wurden schon vor Jahrzehnten entwässert. Mit der Umsetzung eines ehrgeizigen Renaturierungsprojektes regenerieren sich Seen und angrenzende Moore wieder. Die ausgedehnten Schilfzonen und -inseln beherbergen u.a. vier Taucherarten, zahlreiche Entenarten, wie Löffel-, Tafel-, Schnatter- und Knäkente. Auf den abgestorbenen Bäumen siedelt eine Kormorankolonie. Insgesamt wurden 73 Brutvogelarten registriert. Im Umfeld dieses einzigartigen Gebietes sind außerdem Ortolan und Wiesenweihe anzutreffen.
5. Tag:
Eine Kanutour auf den naturbelassenen Seen des Nationalparks ist ein unbedingtes Muss. Mit unseren bequemen Mannschaftskanadiern fahren wir zu den Eisvögeln und Adlern der „Alten Fahrt“. Um dorthin zu gelangen, nutzen wir den Nationalparkbus. Anschließend geht es per Schiff weiter. Höhepunkt der Schiffstour sind die Seerosenfelder und die Lachmöwenkolonie am Mirower See. Hinweis: Der Fischadler brütet etwa mit 18 Paaren im Nationalpark - überwiegend auf Hochspannungsmasten. Der Seeadler ist mit 10 Paaren vertreten. Daneben kommen Rohrweihe, Mäuse- und Wespenbussard, Habicht und Sperber vor. Im Jahr 2003 konnten an der „Alten Fahrt“ wieder mehrere Karmingimpel festgestellt werden.
6. Tag:
Dieser letzte Tag hält noch einige Überraschungen für Sie bereit, denn heute geht es in den Serrahner Buchen-Urwald. Große Teile des Areals wurden unter dem Großherzog – mit eingeschränkter Forstnutzung – vordergründig für die Jagd genutzt. Seit 50 Jahren besitzt das Gebiet den Status eines Naturschutzgebietes und unterliegt seither keiner weiteren Nutzung mehr. Nach der Wende wurde es 1990 in den Müritz- Nationalpark integriert und auf 7000 ha erweitert. Die urwaldartigen Strukturen waren Hintergrund für zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen auf dem Gebiet der Fauna und Flora. Bekannt wurde Serrahn durch die von 1970-1980 stattfindende Vogelfangaktion „Aktion Baltik“. Zu den Brutvogelarten die hier vorkommen, zählen u.a. der Zwergschnäpper und die Hohltaube. Entlang eines Moorsteges lernen wir das gesamte Spektrum nährstoffarmer Vegetation kennen. Hier wächst neben Fieberklee und Wasserfeder auch der rundblättrige Sonnentau. Am Nachmittag unternehmen wir mit Ihnen noch einen Abstecher in den Naturpark Feldberger Seenlandschaft. Hier sollte es uns gelingen den Schreiadler zu beobachten.
7. Tag:
Abreise
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