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Zu Fuß, mit dem Rad und dem Kanu auf
Usedom
und im
Müritz Nationalpark im Herbst:
eine Naturkundliche Reise mit vielen Vogelbeobachtungen
Reiseablauf:
.1. Tag
Im Laufe des Tages erwarten wir Sie in der Pension Fledermaus, inmitten der mecklenburgischen Seenplatte. Die Pension liegt unmittelbar im Müritz-Nationalpark. Die ehemalige Lehrstätte für Naturschutz hat einfache aber solide Unterkünfte. Von der Terrasse des Hauses blickt man auf eine weite Wiesen- und Waldlandschaft. Am Nachmittag starten wir zu einer ersten Beobachtungstour zu den Kranichschlafplätzen am Rederangsee. Hinweis: Der Kranichschlafplatz am Rederangsee ist einer der größeren im Binnenland Ostdeutschlands. Bis zu 5000 Kraniche fallen zum Schlafen ins Flachwasser des Sees ein. Gleichfalls übernachten tausende Bleßgänse auf dem See.
2. Tag
Heute steht eine Fußwanderung zum Alten Müritzhof dem Geburtsort des ostdeutschen Naturschutzes auf dem Programm. Auf dem Weg dorthin liegt der kleine Warnker See, ein Wasservogelparadies der besonderen Art. Zwölf Entenarten und zu dieser Jahreszeit auch Gänse- und Zwergsäger nutzen den See als Schlafgewässer. Besonders die nordischen Tafel- und Reiherenten erreichen häufig eine Zahl von über 20.000 Individuen. Aus Nahdistanz sind Kolbenenten und Kormorane zu beobachten. Gleichfalls der Seeadler, der hier ausreichend Nahrung findet.
3. Tag
Am diesem Tag durchqueren wir per Rad den Nationalpark in seiner ganzen Länge. Zunächst fahren wir in das riesige Sumpfgebiet am Ostufer der Müritz. Zu den auffälligsten Vögeln, die zu dieser Jahreszeit zu beobachten sind, gehört der Raubwürger. Er ist nicht nur Wintergast im Nationalpark, sondern auch Brutvogel. In der Stille der herbstlichen Moorlandschaft ist manchmal auch die Bartmeise zu hören, die im Schneideried überwintert. Auf der Müritz sind im Oktober Sing- und Zwergschwäne gut zu beobachten. Mit einem Schiff haben wir Gelegenheit uns auf dem Kleinen Meer umzuschauen und die eine oder andere Rarität zu entdecken.
4. Tag
Die an Naturräumen sehr vielfältige Insel Usedom ist zu jeder Jahreszeit ein interessanter Beobachtungsort. Unser Interesse gilt vor allem dem Peenemünder Haken, mit seinen Salzgraswiesen und kleineren Strandseen. Im Herbst halten sich vor allem Meeresenten, wie Trauer-, Samt- und Eiderenten hier auf. Auch Spießenten, Ohrentaucher und Mittelsäger können beobachtet werden. Unter den Limikolen fallen besonders Alpenstrandläufer (östl. Unterart), Ufer- und die Pfuhlschnepfe sowie unter den Möwen die Zwergmöwe auf.
5. Tag
Eine Kanutour in unseren Mannschaftskanadiern entlang der Alten Fahrt ist immer ein besonderes Erlebnis. Begleitet von Eisvögeln und Seeadlern befahren wir naturbelassene Kanäle und unbebaute Seen. Um zum Bootsanleger zu gelangen nutzen wir den Nationalparkbus. Am Nachmittag wandern wir durch das Durland, einem Naturschutzgebiet an der südlichen Müritz. Es handelt sich um
ehemaliges Siedlungsgebiet, das seit Jahrzehnten militärisch genutzt wurde. Sehr interessant sind auch die Kalkflachmoore.
6. Tag
Am letzten Tag fahren wir in den Serrahner Buchen-Urwald. Große Teile des Areals wurden unter dem Großherzog – mit eingeschränkter Waldwirtschaft – vordergründig für die Jagd genutzt. Seit 50 Jahren besitzt das Gebiet den Status eines Naturschutzgebietes und unterliegt seither keiner weiteren Nutzung mehr. Nach der Wende wurde es 1990 in den Müritz-Nationalpark integriert und auf 7000 ha erweitert. Die urwaldartigen Strukturen waren Hintergrund für zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen auf dem Gebiet der Fauna und Flora. Sehr lohnenswert sind im Herbst neben den Wäldern, auch die vielen Moore Serrahns. Ein Moorsteg bringt uns das ganze Spektrum nährstoffarmer Vegetation näher. Neben Fieberklee und Wasserfeder wächst hier auch der rundblättrige Sonnentau.
7. Tag: Abreise
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